Der Advent Naht

Als Kind war für mich der Sankt Martins Tag immer der Beginn der Weihnachtszeit: In der Schule war es dann immer sehr gemütlich – wenn es draußen schon früh dunkel wurde, bastelten wir Laternen aus buntem Pergamentpapier, es gab Gebäck in Form von Martinsgänsen und wenn es Zeit war nach Hause zu gehen, roch es nach ausgepusteten Teelichtern.

Auch heute noch, längst im Erwachsenenalter, empfinde ich diese Zeit als etwas Besonderes. In Erinnerung an meine Kindheit habe ich an diesem Martinstag kleine Gänse aus Hefeteig gebacken. Mit Vanille und Zitrone parfümiert und einer hübschen roten Schleife um den Hals sehen sie festlich aus und eignen sich auch gut als Geschenk. Wer würde sich an einem kalten Novembernachmittag nicht über heißen Kaffee und einen Korb voller duftender Martinsgänse freuen?

Das Rezept für das Gänsegebäck wird hier verraten.

Festliche Gänse

ZUTATEN

  • 250ml lauwarme Milch
  • 150g Zucker
  • 35g frische Hefe
  • 65g geschmolzene Butter, abgekühlt
  • 1 Ei von freilaufenden Hühnern
  • 520g Mehl
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1 Vanilleschote
  • Schalenabrieb von 1 Zitrone
  • Sultaninen für die Gänseaugen
  • Etwas Milch zum Bepinseln
  • Etwas Butter zum Bepinseln
  • Etwas Zucker zum Bestreuen
  • Rubinrotes Satinband für die Schleifen

METHODE

  1. Die Hefe mit einer Prise Zucker in die lauwarme Milch krümeln, verrühren und warten, bis sie anfängt nach oben zu steigen.
  2. Das Mehl in eine große Schüssel sieben und eine große Mulde in die Mitte drücken.
  3. Salz, Zucker, Milch, Ei, Zitronenschale, den Inhalt der Vanilleschote (die “leere” Schote nicht wegwerfen, sondern in die Zuckerdose zum Parfümieren geben!) und die aufgelöste Hefe in die Mulde geben, zuletzt die Butter hinzugeben.
  4. Alles mit den Knethaken am Handrührgerät oder der Küchenmaschine ca. 5 Minuten lang durchmischen, bis ein glatter Teig entsteht.
  5. Nun mit bemehlten Händen auf einer bemehlten Fläche nochmals von Hand ca. 5 Minuten lang kneten, bis der glatt und weich ist, aber nicht mehr klebt. Der Teig möchte sich jetzt in einer großen Schüssel ausruhen, mit einem feuchten Küchentuch zugedeckt, und ca 1 Stunde an einem warmen Ort in Frieden gelassen werden.
  6. Wenn das Teigvolumen sich ungefähr verdoppelt hat, geben Sie ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche, kneten ihn nochmals durch, bis die Luft entwichen ist und rollen ihn ca. 5 cm dick aus.
  7. Wer jetzt einen großen Gans-Ausstecher hat, kann diesen verwenden. Ich habe meine Gänse mit einer selbstgezeichneten Schablone aus dem Teig geschnitten. Das war etwas aufwändig und die Gänse sehen dann nach dem Backen etwas unregelmäßig aus. Das kann aber auch zu ihrem Charme beitragen.
  8. Die Gänse auf Backbleche verteilen und nochmals mit einem Küchentuch bedeckt ca. 20 Minuten ruhen lassen.
  9. Nicht vergessen, die Sultaninen als Augen vor dem Backen in den Teig zu drücken. Mit etwas Milch bepinseln.
  10. Im vorgeheizten Backofen (180° Celsius, Ober- und Unterhitze) ca 20 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
  11. Solange die Gänse noch warm sind, mit Butter bestreichen und mit Zucker bestreuen.
  12. Mit dem roten Satinband festliche Schleifen um den Hals binden und in einen dekorativen Korb legen.

Bon appetit!

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